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Unserem Verständnis nach ist Pflege ein Beziehungsprozess, bei dem es um professionelles Handeln mit und am Menschen geht,
um den Umgang mit Hilfebedürftigkeit, Krankheit, Schmerz und Sterben. Es geht um das Aushalten, aber auch Gestalten von Grenzsituationen,
in denen Professionalität, Haltung und Persönlichkeit sowie die Person in der menschlichen Begegnung erkennbar sein müssen.
Je mehr Medizintechnik und Pharmakologie durch ihre Entwicklungen Grenzen des Lebens verschieben, umso mehr und intensiver
bedarf eines ethisch fundierten professionellen Pflegehandelns, um auf die Frage nach dem Sinn Antwort geben zu können. Daraus
ergibt sich Diskursbedarf der sich auf dem Evangelium begründet und im Kontext der gesellschafts-, kirchen- und berufspolitischen
Erfordernisse geführt werden muss.
Professionalität ist sichtbar und kontrollierbar gemachte Kompetenz.
Diese wird durch qualifizierte Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie reflektierte Berufspraxis erworben und aktualisiert. Daher
sind die Bildungsarbeit und Begleitung der Mitglieder durch unterscheidliche Formen von Reflektion und Beratung ein wesentlicher
Bestandteil des Angebotes der Caritasgemeinschaft.
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